Die Französische Revolution by Susanne Lachenicht

By Susanne Lachenicht

Die Französische Revolution bildet eine entscheidende Zäsur für die französische wie auch die europäische Geschichte. Sie markiert den Beginn der Moderne und legte die Grundsteine für Entwicklungen, die unsere heutige Welt prägen. Susanne Lachenicht legt eine intestine lesbare und gleichzeitig aktuelle Darstellung vor, die nicht nur die politische, sondern auch die kulturelle und soziale Revolution in den Blick nimmt. Im Fokus stehen nicht nur König, Hof und Minister und das Zentrum der Macht bzw. der Revolution – Paris –, sondern auch die Départements und der ländliche Raum, in dem zu dieser Zeit immer noch die meisten Bewohner lebten. Deutlich wird aber auch, wie durch neue politische Verhaltensweisen, durch Sprache, Symbole und neue Öffentlichkeiten, ein Umbruch in der politischen Kultur in Frankreich stattfand, der auch für die gesamte westliche Welt entscheidende Veränderungen hervorbrachte.

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Sie trugen demonstrativ nicht die culotte, also die Kniehose der bürgerlichen und adligen Eliten. Zu ihrem typischen Kleidungsstil zählten auch ein offenes Hemd, darüber eine kurze Weste (die carmagnole), eine rote Mütze (bonnet rouge), als Waffe diente eine Pike. Sansculotten lehnten das Siezen ab und titulierten sich gegenseitig als citoyen („Bürger“). Geschichte der Mentalitäten Aus der jakobinischen Schule erwuchs, beginnend mit den Arbeiten Lefebvres zur Grande Peur von 1789, eine Geschichte der Mentalitäten.

Sie vertreten eine romantisierende Geschichtsschreibung der Revolution. Von einer heutigen wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden, um Neutralität, Komplexität und Multiperspektivität bemühten Interpretation der Französischen Revolution waren diese Autoren allesamt noch weit entfernt. Alexis de Tocqueville Für erste Gehversuche in Richtung einer wissenschaftlichen Herangehensweise steht bis heute Alexis de Tocqueville (1805–1859), der in seinem L’Ancien régime et la Révolution von 1856, konservativ eingefärbt, eine der Komplexität der revolutionären Ereignisse und Entwicklungen in Ansätzen entsprechende Ursachen- und Verlaufsanalyse projizierte.

Mit den Ereignissen in Nordamerika, aber vor allem durch die Umwälzungen, die in Frankreich zwischen 1789 und 1799 stattfanden, veränderte sich auch die Bedeutung des Begriffs „Revolution“. Seitdem steht der Begriff „Revolution“ für die mit Aufständen und Gewalt einhergehende Veränderung von staatlichen Institutionen, von Eigentumsverhältnissen, von Zugangsbedingungen zu staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Eliten, für die Durchsetzung neuer, manchmal staatlich verordneter Ideologien, im Grunde also für die totale, wenn nicht gar totalitäre Umwälzung von Staat, Kultur und Gesellschaft.

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