Albanien und die Albanesen — Eine historisch - kritische by Wassa Effendi

By Wassa Effendi

Sozialwissenschaften Anthropologie & Archäologie, Regionale und kulturelle Studien, Albanien, Historie

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Outline Of English History: First Period B.C. 55 To A.D. 1603

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Wenn man also zugeben muss, dass es Albanesen giebt, welche griechische Unterthanen sind, so wird man trotzdem nie zugeben können, dass die Albanesen hellenischer Race seien, noch dass diese beiden Völker überhaupt dieselbe Race hätten, noch dass sie die­ selben Neigungen empfänden. Aber selbst wenn man zugeben wollte, dass die Christen Albaniens (Epirus oder Macedoniens) darum für Griechen gehalten werden könnten, weil sie mit den Hellenen ge­ meinschaftlich dieselbe orthodoxe Religion haben, oder weil man in ihren Schulen griechisch lernt, und weil Einzelne diese Sprache mit Vorliebe sprechen, so müsste man ebenso zugeben, dass die Katholiken Albaniens Italiener wären, weil sie italienisch sprechen und mit den Italienern gemein­ schaftlichen Cult ausüben; aber diese Zusammengehörigkeit hat niemals den Italienern den Gedanken nahegelegt, die Katholiken Albaniens als ihre Stammesgenossen für sich zu revendiciren, und ebenso wenig haben die Katholiken Albaniens daran gedacht, dass sie die mindeste Stammes­ gemeinschaft mit den Völkern Italiens hätten.

Die Männer führen die Be­ fehle des Oberhauptes aus, und dieses verflüg t aber Alle und Alles ohne Widerrede. Man folgt ihm mit blindem Gehor­ sam; denn das Ansehen des Aelteren ist unbegrenzt. Die Fah­ rerin des Hauswesens abt dieselbe Macht gegenüber den Frauen und Mädchen aus. Hat ein Mitglied einer Familie sich über ein anderes zu beschweren, so ist es das Haupt des Hauses, das urtheilt, straft, versöhnt, je nach den Umständen. Sich gegen die Entscheidung des Oberhauptes auflehnen, entehrt Der Albanese ist mässig und begnügt sich mit einem frugalen Mahle.

Man sehnt sich zurück nach einem allerdings primitiveren Systeme, dessen Art der Handhabe jedoch schon durch Jahrzehnte in das öffentliche Bewusstsein übergegangen war. Man sehnt sich zurück aus einer Zeit, in der die Regie­ rungsmaschine in’s Schwanken gerathen, in der Verwirrung in alle Zweige der Verwaltung geworfen ist, und so alle Quellen des Wohlstands erstickt sind. Der Handel liegt darnieder; ihm fehlen die Verkehrsstrassen, ihm fehlt die Sicherheit. Die Landwirthschaft leidet unter den grössten Schwierigkeiten, die Gewerbe können sich nicht heben, da sie nicht ermuthigt, da sie nicht geschützt werden.

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